Der Durchgang selbst ist selten das Problem. Die Befunde sind es.
Was gemacht wird, steht nicht in einer allgemeinen Regel, sondern in dem Instandhaltungsprogramm, das für deine Maschine gilt. Das ist der erste Papierstapel, den ich mir bei einem Kaufkandidaten geben lasse – daraus ergibt sich, ob du einen schlanken oder einen aufwendigen Betrieb vor dir hast. Dazu kommen die Lufttüchtigkeitsanweisungen, die für das Muster und die eingebauten Komponenten gelten; die mit Wiederholungsintervall sind die, die man bei der Kalkulation vergisst.
Was regelmäßig als „Überraschung“ auftaucht, ist fast immer kalendarisch und nicht nach Stunden fällig:
- Komponenten mit fester Lebensdauer, die eben irgendwann dran sind, egal wie wenig geflogen wurde
- Schläuche, Gurte, Batterien – inklusive der im Notsender
- alles rund um Sauerstoff, Enteisung oder was sonst an Ausrüstung verbaut ist
- bei IFR zusätzlich die wiederkehrenden Prüfungen an der Anlage
Zur Abrechnung: üblich ist ein Festpreis für die Nachprüfung und Aufwand für die Befunde. Lass dir sagen, ab welchem Betrag der Betrieb dich anruft, bevor er weiterarbeitet. Das ist eine Zeile im Auftrag und erspart die unangenehme Rechnung.
Und für den Kauf: „JNP frisch“ heißt, dass jemand hingeschaut hat. Was er gefunden und was er gemacht hat, steht in den Befunden – die würde ich sehen wollen, nicht den Stempel.